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Nicht nur auf den Spuren Martin Luthers

Mitgliederreise der IHV vom 23.4.bis 26. 4 nach Köthen, Wittenberg und Magdeburg

Ausgangspunkt dieser Mitgliederreise bildete das Hotel Stadt Köthen der Familie Buchheim. Von dort aus ging es am ersten Tag nach einem gemeinsamen Frühstück bei strahlendem Sonnenschein per Bus zum UNESCO-Weltkulturerbe Wörlitzer Park.

IHV Köthen 2017

Der Wörlitzer Park, auch Wörlitzer Garten oder Wörlitzer Anlagen, ist ein bedeutender Teil des heute als UNESCO-Welterbe gelisteten „Dessau-Wörlitzer Gartenreiches“, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter der Regentschaft von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817) geschaffen wurde.

Nach einem gemeinsamen Mittagstisch ging es weiter in die Lutherstadt Wittenberg, wo man die für den Thesenanschlag berühmte Schlosskirche besuchte. Eine anschließende Stadtrundfahrt führte zu den Highlights der Stadt. Krönender Abschluss war ein Besuch das 360-Grad Panoramabildes des Künstler Yadegar Asisi, das im Reformationsgedenkjahr 2017 die Bedeutung der Stadt Wittenberg vor 500 Jahren herausstellt und einen intensive wie sinnliche Auseinandersetzung mit dem Zeitalter der Reformation ermöglicht: In der Rotunde - dem Ort des Geschehens - sind im lebensgroßen Maßstab Alltagsszenerien und Impressionen zu Zeiten des Augustinermönchs und Gelehrten Martin Luthers sowie dessen Wegbegleiter Phillip Melanchthon oder Lucas Cranach zu bestaunen.

Der zweite Tag war dem Besuch der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, der Domstadt Magdeburg gewidmet. Der Magdeburger Dom (offizieller Name Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina) ist Bischofskirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, evangelische Pfarrkirche und zugleich das Wahrzeichen der Stadt. Der Dom ist die am frühesten fertiggestellte Kathedrale der Gotik auf deutschem Boden. Er wurde ab 1207 als Kathedrale des Erzbistums Magdeburg gebaut und im Jahr 1363 geweiht. Der Dom ist Grabkirche Ottos des Großen (Otto I.), erster Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und zusammen mit Otto von Guericke Namenspatron der „Ottostadt Magdeburg“.

Der ausführlichen Führung durch den Dom ging ein Besuch der grünen Zitadelle voraus, einer der letzten großen Wohnkomplexe, die der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser in Magdeburg auf Wunsch der Stadt konzipierte und errichtete. Kompetent geführt durch einen Mitarbeiter der dort ansässigen Friedensreich-Hundertwasser-Stiftung konnten die Mitglieder der IHV nicht nur etwas über die Bau- und Architekturphilosophie des Künstlers erfahren, sondern mit dem Besuch der Musterwohnung auch einen konkreten Einblick in die ungewöhnliche Wohnkultur nehmen.

Nach der Rückkehr in Köthen erfolgte die satzungsgemäß vorgeschriebene Mitgliederversammlung mit Neuwahlen, in der nach einer durchaus hitzig geführten Diskussion das bestehende Präsidium durch die wahlberechtigten Mitglieder bestätigt und wiedergewählt wurde. Das Präsidium bedankt sich bei der Familie Buchheim, die Ihre Gastgeberrolle in vorbildlicher Weise wahrnahm und allen angereisten Mitglieder das Gefühl gaben, zu Hause angekommen zu sein. Nicht zuletzt durch eine perfekte Organisation und ein reichhaltiges kulturelles Begleitprogramm werden diese Tage allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben.

Text: Peter Löw